Springe zum Inhalt

Supervision & Lehrtherapie

Gruppenangebote 2018

Ich biete (ausser den Einzel- und Paartherapiesitzungen) auch Supervisionen/Lehrtherapien sowie Weiter - und Ausbildungen an.

Supervision/Lehrtherapie

Ich leite kleine Gruppen von 3 - 4 TherapeutInnen, die an verschiedenen Orten stattfinden. Ausserdem biete ich Einzelsupervisionen an. Die z.Z. bestehenden Lehrtherapiegruppen finden statt in

  • Wittnau/Freiburg
  • Basel
  • Bern
  • Singen
  • Emmendingen

Die Bezeichnung "Lehrtherapie" im Kalender bezieht sich auf diese Gruppen.

 


Seminare - z.Z nicht im Angebot:

Das Zentrale und die alltägliche Erfahrung

Für jeden und jede von uns ist in allen Situationen des Lebens eine individuell unterschiedliche Polarität da, die unser Denken, Fühlen und Handeln bestimmt. Der eine Pol ist eher konservativ, bekannt und weitgehend mechanisch, und der andere fühlt sich an wie potentiell zu erfahrenes Neuland. Das nenne ich das Zentrale, weil es so zu sein scheint, daß es in jedem Leben eine durchgehende Grundthematik gibt, die sich – entsprechend der Erfahrung und Bewußtheit des jeweiligen Menschen – in verschiedene Polaritäten kleidet (die sich aber immer wieder letztlich als Variationen der Grundthematik erweisen).

Eine solche Grundthematik ist zum Beispiel, Ja oder Nein zum Leben zu sagen – und die äußert sich dann vielleicht im Alter von 45 in der Polarität von Aufschieben oder Spontan Angehen Wollen; im Alter von 70 in der Polarität, altersschwach zu werden oder die letzten Jahre feiern und lieben zu lernen. Die „konservative“ Seite, die vor allem daraus erwachsen ist, wie ich als Kind gelernt habe zu überleben, ist zunächst meist stärker und versucht, die Illusion eines konstanten Ichs aufrechtzuerhalten. Der andere Pol verlangt sehr oft erst einmal eine gewisse Risikobereitschaft oder ein Opfer.

Die Erfahrung und das Wissen von der eigenen „zentralen Polarität“ verleihen ein Gefühl von Sinnhaftigkeit, dem wohl wichtigsten Grundbedürfnis, wenn es darum geht, nicht der Mechanik der sich wiederholenden Alltäglichkeit und der Resignation anheimzufallen. Sie zu kennen, erleichtert auch alle lebensnotwendigen Entscheidungen.

Den meisten Menschen fehlt dieses Wissen, und wenn sie es haben, leben sie es oft nicht im Alltag. Jeder therapeutische Prozeß gewinnt an Tiefe, wenn das Zentrale deutlich wird, es wird meist auch quasi mit einem Aufatmen als solches erkannt.

Es ist ein Paradox, daß man sich aus der Illusion eines Ichs und seiner Geschichte nur befreit, wenn man wirklich versteht, worum es in der Geschichte geht.

Das Zentrale zu erkennen, ist oft ein längerer therapeutischer Prozess, da es um zwei Grundhaltungen geht, die einen energetischen, emotionalen und mentalen Aspekt haben und die sich im Laufe des Erkennens immer subtiler zeigen. Im Seminarverlauf werden viele konkrete Wege angeboten werden, wie jemand in diesem Rahmen deutlicher und dichter mit sich in Kontakt kommen kann.